Reduziert eine bariatrische Operation das Risiko einer Krebserkrankung?

Adipositas stellt nach aktuellem Wissensstand einen unabhängigen Risikofaktor in der Prävalenz verschiedener Karzinomentitäten dar, wobei Zusammenhänge zwischen Adipositas und Krebs als „vielfältig und komplex“[1] beschrieben werden und nicht endgültig geklärt sind. Neben unterschiedlichen Hypothesen werden hierbei chronische Entzündungsprozesse und auch eine veränderte hormonelle Aktivität der Adipozyten diskutiert. Verschiedene Studien konnten bislang zeigen, dass Adipositas signifikant[...]

Langzeitstudie Lebensqualität nach Sleeve-Gastrektomie

Eine österreichische Studie untersuchte die Lebensqualität (QOL = quality of life index) 10 Jahre nach Sleeve-Gastrektomie. Fokussiert wurde dabei auf Refluxbeschwerden und den EWL (Excess Weight Loss = Verlust des Übergewichtes), einbezogen wurden aber auch Kriterien wie u. a. die Zufriedenheit mit Körperfunktionen, dem Schmerzstatus, des allgemeinen Gesundheitsstatus, dem Sozialverhalten oder auch dem emotionellen Status.[...]

Langzeitanalyse Körperzusammensetzung nach bariatrischer Operation

Festgestellt werden sollte die Entwicklung des viszeralen Fettgewebes und der Muskulatur nach bariatrischen Operationen sowie Gründe für eine postoperative Wiederzunahme des Gewichts ermittelt werden. Es wurden Patienten mit Schlauchmagen- und Roux-Y-Magenbypass in einer 3,5-jährigen Langzeitanalyse einbezogen. Die Probanden konnten ihr Körpergewicht durchschnittlich um 27,4 Prozent nach 12 Monaten reduzieren. Danach kam es im Mittel zu[...]

Schwangerschaft nach bariatrischen Operationen

Immer mehr Frauen im gebärfähigen Alter unterziehen sich einer bariatrischen Operation. Dadurch steigt auch das Interesse, Risiken und Vorteile von Schwangerschaften nach einer bariatrischen Operation zu ermitteln. Es kommt postoperativ zu einer deutlichen Verbesserung der Fertilität.[1] Schwangerschaftsbedingte Komplikationen wie Diabetes, Hypertonie und Präeklampsie treten, ebenso wie Fehlgeburten und fetale Makrosomie, im Vergleich zu adipösen Frauen[...]

Langzeitergebnisse Magenband

Zwischen 1995 und 2009 wurden die Daten von 200 Patienten ausgewertet. Bei 5 Patienten wurde eine Slippage festgestellt (2,5 Prozent). Bei 19 Patienten wurde eine Pouchdilatation festgestellt (9,5 Prozent). Bei 11 Patienten wurde eine Bandmigration festgestellt (5,5 Prozent). Bei 9 Patienten wurde eine Diskonnektion festgestellt (4,5 Prozent). Bei 24 Patienten wurde das Magenband entfernt (12[...]

Komplikationen bei Magenband

Bandmigration Eine Migration des Magenbandes in den Magen ist eine Spätkomplikation. Von 161 Probanden wurde bei 8 Probanden (4,9 Prozent) eine Migration festgestellt, davon erfolgte die Migration in 7 Fällen zwischen 30 und 86 Monate postoperativ. In einem Fall kam es nach 69 Monaten zu einer Migration.[1] Andere Studien sehen eine Häufigkeit für eine Bandmigration[...]

Peri- und postoperative Komplikationen bei laparoskopischem Roux-Y-Magenbypass

Studien geben die perioperative Morbiditätsrate mit 6,1 bis 30,3 Prozent an.[1] Minor-Komplikationen werden dabei mit 5 bis 27 Prozent der Fälle und Major-Komplikationen mit 3,3 bis 7 Prozent der Fälle angegeben. [2] Frühkomplikationen treten in 4,2 bis 20,4 Prozent der Fälle und Spätkomplikationen in 8,1 bis 13,5 Prozent der Fälle auf.[3] Bei Patienten mit Diabetes,[...]

Spätkomplikationen nach bariatrischer Operation

Mikro- und Makronährstoffmangel Je nach Operationsverfahren (restriktiv oder restriktiv-malabsorptiv) können nach bariatrischen Operationen Makro- und Mikronährstoffmängel eintreten. Patienten wird daher zu einer lebenslangen Supplementierung sowie regelmäßigen Laborkontrollen geraten. Vitaminmangelzustände sind bei restriktiv-malabsorptiven Operationsverfahren häufiger. Defäkation Durch die reduzierten Trinkmengen kommt es häufig zu Obstipationen, die jedoch durch stuhlregulierende Mittel oder durch die Erhöhung der Trinkmenge[...]

Frühkomplikationen nach bariatrischer Operation

Thromboembolische Komplikationen treten meist innerhalb der ersten zwei postoperativen Wochen auf, das Risiko liegt bei 0,1 bis 1,3 Prozent. Aufgrund des Einsatzes laparoskopischer Operationstechniken, früherer Mobilisation des Patienten und immer kürzerer Operationszeiten treten thromboembolische Komplikationen immer weniger auf. Frühkomplikationen beim Magenbypass Insuffizienzen Bei bis zu 4,4 Prozent der laparoskopisch angelegten Roux-Y-Magenbypässe treten Anastomoseninsuffizienzen auf, die[...]

Adipositas und Mortalität bei Brustkrebs

Eine Meta-Analyse von 82 Studien stellte fest, dass die an Brustkrebs erkrankten prämenopausalen und adipösen Patientinnen ein um 75 Prozent erhöhtes Sterberisiko hatten gegenüber der nicht-adipösen Kontrollgruppe. Das Sterberisiko der an Brustkrebs erkrankten postmenopausalen und adipösen Patientinnen war um 34 Prozent erhöht.   Quelle: Ligibel et al. (2014): American Society of Clinical Oncology Position Statement[...]