Reduziert eine bariatrische Operation das Risiko einer Krebserkrankung?

Adipositas stellt nach aktuellem Wissensstand einen unabhängigen Risikofaktor in der Prävalenz verschiedener Karzinomentitäten dar, wobei Zusammenhänge zwischen Adipositas und Krebs als „vielfältig und komplex“[1] beschrieben werden und nicht endgültig geklärt sind. Neben unterschiedlichen Hypothesen werden hierbei chronische Entzündungsprozesse und auch eine veränderte hormonelle Aktivität der Adipozyten diskutiert. Verschiedene Studien konnten bislang zeigen, dass Adipositas signifikant[...]

Adipositas als Erkrankung anerkannt: Ist die Euphorie gerechtfertigt?

Anfang Juli 2020 verwies CDU-Gesundheitspolitiker Alexander Krauß, MdB in seiner Rede über den Antrag zum Start einer Nationalen Diabetesstrategie darauf, dass der Deutsche Bundestag durch die Annahme des Antrages nun Adipositas als Erkrankung anerkannt habe. Nach jahrzehntelanger Diskussion und der Festschreibung eines umfangreichen Forderungskatalogs im Koalitionsvertrag scheint sich nun etwas zu bewegen. Auf diese Aussage[...]

Empfehlungen bei Schwangerschaft nach bariatrischen Operationen

Immer mehr Frauen im gebärfähigen Alter unterziehen sich einer bariatrischen Operation. Dadurch steigt auch das Interesse, Risiken bei Schwangerschaften nach bariatrischen Operationen zu ermitteln. Bedacht werden müssen hinlänglich bekannte Komplikationen nach bariatrischen Operationen wie bspw. Nährstoffmängel, neuroendokrine Störungen oder Hypoglykämien. Es sollte an dieser Stelle jedoch ausdrücklich darauf verwiesen werden, dass im Vergleich zu adipösen[...]

Depressionen als Faktor für einen Gewichtsanstieg nach bariatrischer Operation

Welche Faktoren zu einem erneuten Gewichtsanstieg nach einer suffizienten Gewichtsreduktion bei bariatrischer Chirurgie führen, ein sog. Rebound, wird kontrovers diskutiert. Der Rebound erfolgt häufig zwischen dem 18. und 24. postoperativen Monat.[1] Verschiedene Faktoren können zu einem Wiederanstieg des Gewichts führen: metabolische und endokrine Faktoren, Versagen des Operationsverfahrens, ungünstiges Ernährungsverhalten, psychische Probleme oder Erkrankungen oder ungünstiges[...]

Adipositas als Risikofaktor bei COVID-19

Adipositas wird häufig als Risikofaktor für Komplikationen bei einer COVID-19-Erkrankung genannt. Besonders jüngere Adipöse scheinen zu den Risikogruppen zu gehören. Forscher der Icahn School of Medicine at Mount Sinai New York haben dazu im März 2020 die Fälle von über 3.400 wegen COVID-19 hospitalisierten Patienten analysiert und kommen zu dem Ergebnis, dass bei unter 50jährigen[...]

Perioperative Komplikationen bei BMI > 50 kg/m2

Analysiert wurden die perioperativen Risiken und die Mortalität bei Sleeve-Gastrektomie und Roux-en-Y-Magenbypass-Operationen bei Patienten mit einem BMI von > 50 kg/m2. Von 356.621 (BMI > 50 kg/m2: 272.195 Patienten, BMI > 60 kg/m2: 65.565 Patienten) in die Analyse einbezogene Patienten erhielten ca. 72 Prozent einen Schlauchmagen und ca. 28 Prozent einen Magenbypass. Bei Patienten mit[...]

Vergleich Gewichtsverlust und Remissionen nach Roux-Y-Magenbypass und Sleeve-Gastrektomie

Studie 1: Untersucht wurden Gewichtsverlust und Remissionen von 217 Patienten, die sich einer Magenbypass- oder Schlauchmagenoperation unterzogen hatten. 5 Jahre nach der Operation konnte kein statistisch signifikanter Unterschied (Unterschied lag bei ca. 7 Prozent) beim Gewichtsverlust im Vergleich beider Operationsverfahren verzeichnet werden. Ein bestehender Reflux war nach der Magenbypass-Operation bei ca. 60 Prozent der Patienten[...]

Stress-Management für Bariatriepatienten während COVID-19

Für Bariatriepatienten sind die derzeitigen COVID-19-bedingten Einschränkungen und der damit verbundene psychische Stress eine besondere Herausforderung. Erhöhter Stress geht einher mit der Verschlechterung einer bestehenden Hyperglykämie, Hypertonie oder Dyslipidämie und kann damit zu Komplikationen führen. Chronischer Stress erhöht die Produktion von Cortisol, was zu einer Vermehrung des abdominellen Fettgewebes führt. Auch verschlechtert chronischer Stress das[...]

Langzeitstudie Lebensqualität nach Sleeve-Gastrektomie

Eine österreichische Studie untersuchte die Lebensqualität (QOL = quality of life index) 10 Jahre nach Sleeve-Gastrektomie. Fokussiert wurde dabei auf Refluxbeschwerden und den EWL (Excess Weight Loss = Verlust des Übergewichtes), einbezogen wurden aber auch Kriterien wie u. a. die Zufriedenheit mit Körperfunktionen, dem Schmerzstatus, des allgemeinen Gesundheitsstatus, dem Sozialverhalten oder auch dem emotionellen Status.[...]

Langzeitanalyse Körperzusammensetzung nach bariatrischer Operation

Festgestellt werden sollte die Entwicklung des viszeralen Fettgewebes und der Muskulatur nach bariatrischen Operationen sowie Gründe für eine postoperative Wiederzunahme des Gewichts ermittelt werden. Es wurden Patienten mit Schlauchmagen- und Roux-Y-Magenbypass in einer 3,5-jährigen Langzeitanalyse einbezogen. Die Probanden konnten ihr Körpergewicht durchschnittlich um 27,4 Prozent nach 12 Monaten reduzieren. Danach kam es im Mittel zu[...]