Studie-Komplikationen

Spätkomplikationen nach bariatrischer Operation

Mikro- und Makronährstoffmangel

Je nach Operationsverfahren (restriktiv oder restriktiv-malabsorptiv) können nach bariatrischen Operationen Makro- und Mikronährstoffmängel eintreten. Patienten wird daher zu einer lebenslangen Supplementierung sowie regelmäßigen Laborkontrollen geraten. Vitaminmangelzustände sind bei restriktiv-malabsorptiven Operationsverfahren häufiger.

Defäkation

Durch die reduzierten Trinkmengen kommt es häufig zu Obstipationen, die jedoch durch stuhlregulierende Mittel oder durch die Erhöhung der Trinkmenge therapiert werden können.

Spätkomplikationen beim Magenbypass

Innere Hernien

Patienten mit raschem und starkem Gewichtsverlust haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer inneren Hernie. Je nach Operationsmethode liegt die Inzidenz bei bis zu 10 Prozent.

Strikturen

Nach laparoskopischem Magenbypass liegt die Inzidenz bei 0 bis 5 Prozent.

Dumpings

Wenn konsequent auf die Ernährungsempfehlungen nach Magenbypass-Operationen geachtet wird, sind Dumping-Syndrome in ihrer ausgeprägten Form (Hypoglykämie bis hin zur Synkope) selten.

Hinweis: Ausführliche Informationen zu Handlungsempfehlungen bei Früh- und Spätdumping haben wir für Sie zusammengestellt.

Spätkomplikationen beim Schlauchmagen

Stenosen

Stenosen sind bei einer Schlauchmagen-Operation eher selten.

Gastroösophagealer Reflux

Refluxsymptome werden oftmals bei Schlauchmagenbildung verstärkt. Nach 3 Jahren liegen die De-novo-Refluxbeschwerden bei 18 Prozent.

 

  • Quellen: Vgl. m.w.N. Kraljevic et al. (2016): Komplikationen nach bariatrischer Chirurgie. In: Gastroenterologie 2, S. 76-80 sowie Müller et al. (2007): Three-year follow-up study of retrocolic versus antecolic laparoscopic Roux-en-Y gastric bypass. In: Obesity Surgery 17(7), S. 889-893.