Studie-Komplikationen

Perioperative Komplikationen bei BMI > 50 kg/m2

Analysiert wurden die perioperativen Risiken und die Mortalität bei Sleeve-Gastrektomie und Roux-en-Y-Magenbypass-Operationen bei Patienten mit einem BMI von > 50 kg/m2.

Von 356.621 (BMI > 50 kg/m2: 272.195 Patienten, BMI > 60 kg/m2: 65.565 Patienten) in die Analyse einbezogene Patienten erhielten ca. 72 Prozent einen Schlauchmagen und ca. 28 Prozent einen Magenbypass.

Bei Patienten mit einem BMI > 50 kg/m2 war die Komplikationsrate signifikant höher als bei Patienten mit einem BMI 35 – 49,9 kg/m2. Gleiches gilt für die Mortalitätsrate.

In allen BMI-Klassen weist eine Schlauchmagen-Operation ein geringeres perioperatives Risiko auf als eine Magenbypass-Operation.

Die Autoren merken an, dass zwar die perioperativen Risiken erhöht sind, jedoch die Langzeitkomplikationen und -risiken gering. Dies sei ein akzeptables (perioperatives) Risiko angesichts der Tatsache, dass bariatrische Operationen eine dauerhafte Therapieoption für Adipositas dargestellt.

  • Nasser et al. (2019): Perioperative outcomes of laparoscopic Roux-en-Y gastric bypass and sleeve gastrectomy in super-obese and super-super-obese patients: a national database analysis. In: Surgery for Obesity and Related Diseases 15(10), S. 1696-1703.