Studie-Komplikationen

Komplikationen bei Magenband

Bandmigration

Eine Migration des Magenbandes in den Magen ist eine Spätkomplikation. Von 161 Probanden wurde bei 8 Probanden (4,9 Prozent) eine Migration festgestellt, davon erfolgte die Migration in 7 Fällen zwischen 30 und 86 Monate postoperativ. In einem Fall kam es nach 69 Monaten zu einer Migration.[1] Andere Studien sehen eine Häufigkeit für eine Bandmigration in den ersten drei postoperativen Jahren bei 3 bis 11 Prozent der Patienten.[2]

Aufgrund unspezifischer Symptome bei einer Migration des Magenbandes geht man von einer wesentlich höheren Bandmigrationsrate aus.[3]

Im Literaturvergleich werden Häufigkeiten zwischen 0,3 und 9 Prozent genannt.[4]

Pouchdilatation

Bei 4.138 Patienten mit einem Magenband wurde bei 5 Prozent eine Pouchdilatation festgestellt, eine häufige Spätkomplikation.

Slippage

Bei 4.138 Patienten mit einem Magenband wurde bei 2,6 Prozent eine Slippage festgestellt.

Im Literaturvergleich werden Häufigkeiten zwischen 1,4 und 21 Prozent genannt.

 

Quellen:

[1] Vgl. Stroh et al. (2005): Bandmigration. Eine Spätkomplikation nach „Gastric Banding“. In: Chirurg 76, S. 689-695.

[2] Vgl. Favretti et al. (1997): La paroscopic adjustable silicone gastric banding: how to avoid complications. In: Obesity Surgery 7, S. 352–358 sowie Westling et al. (1998): Silicone adjustable gastric banding. Disappointing results. In: Obesity Surgery 8, S. 467–474.

[3] Vgl. u. a. Klaiber et al. (2000): Laparoskopisches gastric banding. In: Chirurg 71, S. 146–151 und Wolff (2002): Magenbandpenetration – eine schwerwiegende Komplikation nach Gastric Banding?. In: Zentralblatt für  Chirurgie 127, S. 1086–1090.

[4] Vgl. auch im Folgenden Stroh et al. (2006): Komplikationen nach steuerbarem Gastric Banding. Ergebnisse einer Umfrage in Deutschland. In: Chirurg 77, S. 244-250.