Adipositas in Deutschland

Adipositas

Dr. Martin Kemps Adipositaschirurgie Berlin Übergewichtige Deutsche

16 Mio. Deutsche BMI > 35 kg/m2

Dr. Martin Kemps Adipositaschirurgie Berlin Adipöse Deutsche

1,4 Mio. Deutsche BMI > 40 kg/m2

Dr. Martin Kemps Adipositaschirurgie Berlin Entwicklung Adipositas

+ 110 % (15 Jahre) BMI > 40 kg/m2

Dr. Martin Kemps Adipositaschirurgie Berlin Direkte Kosten Adipositas

63 Mrd. Euro
Kosten

Dr. Martin Kemps Adipositaschirurgie Berlin Versorgung Adipositas

Versorgungsgrad
< 5 %

Lag der Anteil bei Männern mit einem BMI > 30 kg/m2 1998 noch bei rund 19 Prozent und bei Frauen bei 22,5 Prozent, waren es laut einer Studie des Robert Koch-Instituts im Jahr 2011 bereits 23,3 Prozent der Männer und 23,9 Prozent der Frauen. Der größte Anstieg wurde bei jungen Männern und Frauen verzeichnet.

So berechnen Sie den BMI: Körpergewicht (in kg) geteilt durch Größe (in m) zum Quadrat.

Dr. Martin Kemps Adipositaschirurgie Berlin BMI

Die Weltgesundheitsorganisation führt z. B. 44 Prozent der Diabetes-Erkrankungen auf Adipositas zurück. Gleiches gilt für die Inzidenz z. B. der arteriellen Hypertonie und des Schlafapnoesyndroms. Auch konnte eine Korrelation zwischen dem Ausmaß einer Adipositas und der Inzidenz verschiedener Karzinome (z. B. Endometriumkarzinom) belegt werden.

Begleiterkrankungen der Adipositas

Dr. Martin Kemps Adipositaschirurgie Berlin Adipositas Begleiterkrankungen

Vielfältige Ursachen von Adipositas

Die Ursachen der Adipositas sind heterogen und sehr individuell. Die Therapie der Adipositas sollte daher ebenfalls individuell in Bezug auf Bewertung, Risikoabschätzung und Therapieplanung sein.

Dr. Martin Kemps Adipositaschirurgie Berlin Ursachen der Adipositas
Dr. Martin Kemps Adipositaschirurgie Berlin Adipositas Ursachen

Ursachen: gesellschaftliche und politische Einflüsse

  • ineffektive Präventionsmaßnahmen (z. B. Aufklärungskampagnen)
  • fehlende politische Regulierung (Begrenzung von Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln)
  • unzureichende Qualitätssicherung von Kita- und Schulernährung (z. b. Schulkioske mit Süßigkeiten und Soft Drinks)
  • fehlende gesetzliche Vorgaben für Lebensmittelindustrie und Handel (z. B. kindgerechtes Marketing)
  • Gesundheitssystem (z. B. fehlende Versorgungsstrukturen, mangelnde Ausbildung und Spezialisierung von Fachpersonal)
  • Medien (Stigmatisierung, Diskriminierung von Adipositas, Schuldzuweisungen, Generalisierung von Therapiemöglichkeiten)

Ursachen: Lebensumwelt und familiäre bzw. individuelle Einflüsse

  • übergewichtige Eltern
  • ungünstige Stoffwechselprägung in der Schwangerschaft
  • ungünstiges familiäres Ernährungsverhalten und Nahrungsverfügbarkeit
  • ungünstiges familiäres Bewegungsverhalten
  • mangelnde familiäre Regelungen bzgl. bildschirmbasierte Unterhaltung
  • mangelndes Wissen bzw. Gesundheitskompetenz
  • mangelnde Fähig- und Fertigkeiten bei der Nahrungszubereitung
  • ungünstige Aktivitätsmuster
  • sozio-ökonomische Faktoren (niedriger Bildungsstand, Einkommen usw.)
  • demografische Faktoren (Alter, Geschlecht usw.)
  • genetische Prädisposition
  • metabolische Prägung
  • neuro-hormonelle Stoffwechselsteuerung
  • Umweltschadstoffe
  • psychosoziale Faktoren (Rauchstopp, Schlafmangel, Depression usw.)
  • Medikation

Kosten für das Sozialsystem

So führt Adipositas zu einer großen gesundheitlichen und finanziellen Belastung für die Betroffenen, aber auch für die Gesellschaft.

Mit 10,7 Prozent der Gesundheitsausgaben bei Adipositas liegt Deutschland laut einer OECD-Studie weit über vergleichbaren Ausgaben anderer OECD-Länder. Hierbei werden vor allem für die Behandlung der Folgen große Geldmittel aufgewendet, weniger für die Prävention der Adipositas.

Studien zeigen, dass bis zu 29 Mrd. Euro direkte Kosten durch Adipositas entstehen.[1] Im Vergleich dazu liegen die direkten Kosten durch die Folgen von Alkoholkonsum bei ca. 10 Mrd. Euro und für die Folgen durch Tabakkonsum bei ca. 8 Mrd. Euro.

Von bis zu 33 Mrd. Euro indirekten Kosten (vorwiegend volkswirtschaftlich) ist zusätzlich auszugehen.[2]